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Frauen in der Sicherheitsbranche

„Eine Sache von Können und Charakter“

Die Sicherheitsbranche war lange Zeit eine Domäne der Männer. Nur vereinzelt traf man auf Frauen. Mittlerweile hat sich das Blatt gewendet und es gibt unter den Sicherheitskräften   immer mehr weibliches Personal. Wir haben eine unserer Mitarbeiterinnen, Mandy Kaden, gefragt, wie sie ihren Job erlebt.

 

Warum wolltest du in diesem von Männern dominierten Beruf arbeiten?

Ehrlich gesagt, war ich schon immer etwas anders, also nicht das typische süße Mädchen von nebenan. Ich habe gemeinsam mit meinem Papa lieber mit Autos gespielt als mit Puppen und schließlich die Lehre als Automobilkauffrau abgeschlossen. Weil mir in dem Beruf die Abwechslung fehlte, bin ich für ein dreimonatiges Praktikum zu einem Sicherheitsdienst und war mit diesem bei Fußballspielen unterwegs. Es war toll – und ich habe mich entschlossen, die Sachkundeprüfung nach dem Paragrafen 34 a zu machen.

Jetzt bin ich seit Dezember 2020 bei Ihre Wache und super glücklich mit der Entscheidung

Es stimmt genau mit dem überein, was ich mir vorgestellt hatte: viel unterwegs sein und neue Orte sowie Menschen kennenlernen – eben jede Menge Abwechslung.

Im Job kann es ja ab und zu mal zu heiklen Situationen kommen. Was gibt dir da ein Gefühl von Sicherheit?

Grundsätzlich kann man festhalten, das Selbstvertrauen eine wesentliche Rolle in dem Beruf spielt. Besonders als Frau muss man viel über Mimik und Gestik ausdrücken, denn aufgrund der natürlichen Körperstruktur ist man meist nicht so präsent wie die Kollegen. Man darf sich nicht anmerken lassen, wenn man sich eingeschüchtert fühlt. Böser Blick aufgesetzt, die Brauen verziehen und konstant halten – das hilft einem oft schon weiter. Das klingt jetzt vielleicht einfach, ist es aber keinesfalls. Seine Gefühle und Emotionen in solchen Momenten zu kontrollieren, erfordert Erfahrung und Übung.

Ich hatte schon so einige knifflige Situationen, die mir nicht ganz geheuer waren. So erinnere ich mich an ein Fußballspiel, bei dem ich am Gästeblock positioniert war. Ich stand außerhalb vom Eingangstor als plötzlich ein betrunkener Mann versuchte, über den Zaun zu klettern. Das habe ich ihm natürlich nicht durchgehen lassen und zunächst sachlich darum gebeten, das Stadion zu verlassen. Er wurde noch wütender und sogar handgreiflich, packte mich und drückte mich gegen den Zaun. Ein Kollege war natürlich sofort zur Stelle und konnte ihn überwältigen. Es war ein gutes Gefühl, die Situation gemeinsam in den Griff zu bekommen. Allerdings: Man muss wirklich dafür gemacht sein!

 

Wie hältst du dich körperlich und mental fit?

Mentale Stärke und Gesundheit sind besonders wichtig. Ich habe das Glück, dass meine Mama Mentaltrainer ist und ich mit ihr quasi einen Profi an meiner Seite habe. Natürlich bereite ich mich auf die Einsätze entsprechend vor. Ich weiß, an welchen Stellen Männer wie Frauen empfindlich sind. Diese Griffe habe ich immer im Hinterkopf und könnte sie in Gefahrensituationen jederzeit anwenden. Zudem habe ich mit meinem Vater viel Kampfsport gemacht und er hat mir einige Selbstverteidigungs-Praktiken gezeigt. Fit halte ich mich, indem ich viel spazieren gehe und oft Fahrrad fahre. Perspektivisch interessiert mich auch Boxen.

 

Was machst du gegen die Angst?

So richtig Angst hatte ich tatsächlich noch nie. Klar, bei den ersten Veranstaltungen war ich schon aufgeregt. Aber das war keine Angst, eher ein gesunder Respekt vor der Position bzw. Situation. Den sollte man sich auch immer bewahren. Seitdem ich diesen Job tagtäglich bei Ihre Wache ausübe, ist meine Nervosität auf jeden Fall zurückgegangen und ich fühle mich sehr sicher bei meiner Arbeit.

 

Was unterscheidet euch Kolleginnen von den Kollegen?

Ganz ehrlich? Es gibt keine wirklichen Unterschiede. Klar hört man oft, dass Frauen ein besseres Feingefühl für bestimmte Situationen haben bzw. eine andere Sensibilität mitbringen. Letztlich ist das aber eine Charakterfrage. Eben deswegen wird auch vor der Einstellung geprüft, wie der- oder diejenige mit seinen Mitmenschen umgeht bzw. welche Werte und Einstellungen er vertritt. Ich kenne auch viele Männer, die mit Freundlichkeit und dennoch strengem Unterton gefährliche Situationen sehr gut einschätzen und bewältigen können. Ich würde sagen, die Kombi macht’s! Nur Männer? Definitiv schwierig! Nur Frauen? Ebenso! Ein optimales Arbeitsteam besteht aus beiden Geschlechtern. So lassen sich auch Aufgaben besser verteilen.

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